fÜhren von beistandschaften

Die dem Kompetenzzentrum unterstellten Beiständinnen führen von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde angeordnete Beistandschaften nach Art. 306 Abs. 2 ZGB oder Vormundschaften nach Art. 327a ZGB. Die Beiständin übernimmt die Wahrung von persönlichen und rechtlichen Interessen der UMAs in sämtlichen Belangen. Sie vertritt die UMAs wie die Inhaberin der elterlichen Sorge, vertritt sie im Asylverfahren, begleitet sie zu Anhörungen und verfasst Rechtsschriften. Die Beistandschaft erlischt von Gesetzes wegen mit Erreichen der Volljährigkeit. Die Beiständin prüft rechtzeitig, ob im Einzelfall die Voraussetzungen für die Errichtung einer Massnahme des Erwachsenenschutzes erfüllt sind und stellt allenfalls den entsprechenden Antrag an die zuständige KESB.

In der Schweiz sind in Art. 17 des Asylgesetzes (AsylG) die Verfahrensbestimmungen für UMAs festgelegt. Nach der Kantonszuweisung ordnen die kantonalen Behörden den UMAs eine Beiständin zu. Ist dies nicht sofort möglich, müssen die kantonalen Behörden zur Überbrückung unmittelbar eine Vertrauensperson ernennen (Art. 17 Abs. 3 lit. c AsylG und Art. 7 Abs. 2 AsylV 1). Die Vertrauensperson hat die Interessen der Minderjährigen zu wahren. Sie soll diese während des Asylverfahrens begleiten und unterstützen (Art. 17 Abs. 3 AsylG und Art. 7 Abs. 3 AsylV 1). Das KUMA stellt den UMAs, für die noch keine Beistandschaft errichtet wurde, eine Vertrauenspersonen gemäss Art. 17 Abs. 3 des Asylgesetztes zur Verfügung.

Die Beiständin begleitet die UMAs in folgenden Bereichen:

  • Aufgabenbereich Wohnen
  • Aufgabenbereich Gesundheitssorge
  • Aufgabenbereich Personensorge
  • Aufgabenbereich Ausbildung
  • Aufgabenbereich Administration und Behörden
  • Rechtliche Vertretung

Die Begleitung durch die Beiständin dauert von der Kantonszuweisung bis zum Erreichen der Volljährigkeit.

Beim KUMA arbeiten drei erfahrene Frauen, welche die Beistandschaften für die Kinder und Jugendlichen führen. Alle drei haben einen juristischen Hintergrund und haben bereits über mehrere Jahre Beistandschaften für UMAs im Kanton Basel-Stadt geführt.

lic.iur. Eva Malikova

Studium der Philosophie

Studium der Rechtswissenschaften

Orion Rechtsberatung

Berufsbeiständin beim Amt für Beistandschaften und Erwachsenenschutz Basel-Stadt

CAS Mandatsführung im Kindes- und Erwachsenenschutz


MLaw Tessa von Salis

Ausbildung

Studium der Rechtswissenschaften, Universität Basel

CAS Mandatsführung im Kindes- und Erwachsenenschutz, HSLU

CAS Lösungs- und kompetenzorientiertes Beraten und Coachen, HSLU

 

Berufserfahrung

Berufsbeiständin beim Amt für Beistandschaften und Erwachsenenschutz Basel-Stadt


lic. iur. Ursula Vetter-Dettwiler

Ausbildung

Sozialpädagogin, Fachhochschule Nordwestschweiz

Studium der Rechtswissenschaften, Universität Basel

Nachdiplom Mediation in Wirtschaft, Umwelt und Verwaltung, Fachhochschule Nordwestschweiz

Familienmediation, Fachhochschule Nordwestschweiz

Diverse zusätzliche Mediationsfortbildungen: z.B.

Mediatives Verhandeln in allen Bereichen der Verwaltung

Diverse Fortbildungen im juristischen Bereich zu verschiedenen
Themen: z.B. «Therapie und Zwangsmassnahmen im Rahmen
von vormundschaftlichen Massnahmen», «Das Kind im
neuen Scheidungsrecht», «Ehegüter- und Erbrecht»

 

Berufserfahrung

Sozialpädagogin in einem Schulheim

Stellenleiterin Patientenstelle Basel

Amtsvormundin /Berufsbeiständin in Basel